Industrielles Falzen bei KCM

KCM setzt auch beim Falzen auf industrielle Automatisierung und ist so für die Anforderungen des Marktes bestens gerüstet.

Falzbogen

Weshalb muss man falzen?
Für den Druck und die Weiterverarbeitung (Buchbinderei) von Büchern, Broschüren, Katalogen, Prospekten udgl. werden die Seiten nach bestimmten Schemata auf Bogen (z. B. im Format 61 x 86 cm) – in der Regel auf jeweils die Bogenvorder- und die Bogenrückseite (man nennt das Ausschießen) – angeordnet und so gedruckt. Durch das anschließende Falzen der Druckbogen und der dann folgenden Sortierung (ineinander einstecken oder hintereinander reihen bzw. auch in Kombination) entsteht die richtige Seitenreihenfolge. Bei Büchern und Katalogen sind die Seiten meist mit fortlaufenden Seitennummern (siehe Pagina) versehen, bei Prospekten (Folder, Flyer) fehlen diese häufig.

TH82 Palettenanleger
TH-82 Palettenanleger

Mit unserer neuesten Falzmaschine, einer Stahlfolder TH-82 von Heidelberg bieten wir unseren Kunden genau das, was von einer zeitgemäßen Druckerei auch im Bereich Weiterverarbeitung erwartet werden darf.
Das Thema “Falzen” ist dabei ein zentraler Punkt: Unsere Stahlfolder TH-82 (seit 08/2012 in Betrieb) ist modular aufgebaut und lässt sich – ganz auf die speziellen Anforderungen des jeweiligen Kundenauftrags abgestimmt – individuell anpassen und konfigurieren.

 

TH82 Falztaschen
TH-82 Falztaschen

Der Palettenanleger und die erste Falzstation können, wenn sich z. B. Auftragsparameter signifikant ändern, nach Bedarf modular umgestaltet und umgerüstet werden.
Durch effektive Automatisierungskomponenten verkürzen wir das Einrichten und erhöhen so die Produktivität in unserer Weiterverarbeitung entscheidend. Durch die umfassende Integration unserer Falzmaschinen in unseren Produktions- und Management-Workflow sorgen wir auch im Organisationsprozess für eine gesteigerte Wirtschaftlichkeit.

 

TH82 Kreuzbruch
TH-82 Kreuzbruch

Zukunftssicher:
Unsere Stahlfolder TH-82 gehört der neuesten Falzmaschinengeneration an, die sich bei verändertem Anforderungsprofil individuell anpassen lässt.

Zukunftsweisend:
Das Konzept der Stahlfolder TH-82 steht für höchste Produktivität und Flexibilität beim professionellen Falzen.

Zukunftsorientiert:
Intelligente Automatisierung und optimierte Bedienungsprofile vermeiden Fehler, ermöglichen kürzeste Rüstzeiten und maximale Maschinenperformance.

Unser Prinzip: Nach einer industriellen Druckproduktion in hohen Auflagen sind auch in der anschließenden Weiterverarbeitung sowohl die Kapazitäten als auch die Stabilität der Produktion entscheidend. Nur eine konsequent schlanke und durchgängig hochproduktive Fertigungsstrecke – ohne jeglichem Nadelöhr – ermöglicht eine gesamtheitliche Effizienz und letztlich Vorteile für den Kunden.

 

TH82 Oberrechen
TH-82 Oberrechen

 

Höchste Produktivität beim Falzen

Auf Basis einer Ultraschall- oder einer Druckbildüber-wachung (Barcode) werden Doppelbogen und falsch aufgelegte Bogen sofort erkannt und über die automatische Bogenausschleusung bei laufender Produktion ausgesondert. Produktionsunterbrechungen und Makulatur werden somit konsequent vermieden.

Technische Spezifikationen:

Format: max. 820 x 1280 mm; min. 140 x 180 mm
Falzarten: Kreuz-, Parallel-, Wickel- , Zickzack- und
Falzarten: Altarfalz (und deren Kombinationen)
Leistung: ca. 12.000 Takte/min.

TH82 Messerwellen

1 x 1 des Falzen (Glossar):

Falzen: Darunter versteht man in der Papiertechnik das Herstellen einer scharfen Knickkante (Falzlinie, Falzbruch) bei Papier, Karton oder Pappe, die mit Hilfe eines Werkzeugs oder einer Maschine erzeugt wird. Wird die Knickkante ohne Werkzeuge erstellt, spricht man von Falten.
In der handwerklichen Buchbinderei wird mit dem sogenannten Falzbein, in der industriellen Fertigung mit Falzmaschinen gefalzt. Für die maschinelle Falzung gibt es zwei verschiedene Methoden, den Taschen- bzw. Stauchfalz und den Schwertfalz.

Falzarten

Hierzu gehört unter Umständen auch die Nutung beziehungsweise Rillung. Nuten bedeutet in der Papiertechnik das Heraustrennen eines Materialspans, um ein Umlegen bzw. Biegen des Werkstoffes zu ermöglichen oder zu vereinfachen, Unter Rillen versteht man das Eindrücken einer Bruchlinie.

Falzbrucharten

Falzbogen: Ein Begriff aus der Druckweiter-verarbeitung. Ein Falzbogen bezeichnet den Teil des Druckbogens, der als Einheit in der Falzmaschine verarbeitet wird. Ein Falzbogen ist also immer ein Teilprodukt des Druckbogens, dieser kann einen oder mehrere Falzbogen enthalten. Idealerweise sollte die Anzahl der Seiten auf dem Druckbogen denen des Falzbogens entsprechen, aufgrund des Papiergewichtes (Grammatur), des Volumens und der Steifigkeit des Papiers, der notwendigen Verarbeitungsschritte in der Buchbinderei (abhängig vom zu erstellenden Endprodukt) sowie durch die Größe von modernen Druckmaschinen ist es immer wieder notwendig, die Anzahl der Seiten auf dem Druckbogen in mehrere Falzbogen aufzuteilen.

Schwertfalz: Zur Herstellung eines Schwertfalzes sind zwei Falzwalzen und ein Falzschwert erforderlich. Der Falzbogen wird unter das Falzschwert an einen Bogenanschlag transportiert und ausgerichtet. Der Falzbogen läuft bis zur Anlegemarke, wo dann eine Fotozelle dem Schwert das Signal gibt, dass der Bogen am Anschlag angekommen ist. Nach Auslösen der Schwertbewegung schlägt das Schwert auf den Bogen und drückt ihn zwischen das Falzwalzenpaar. Das Walzenpaar erfasst den Bogen und führt den Falzbruch aus, wodurch er im Durchlauf gefalzt wird.
Schwertfalzen ist im Gegensatz zum Taschenfalzen taktgebunden, da das Schwert nach jedem ausgeführten Falz wieder in seine Ausgangsposition verfahren muss. Dadurch lassen sich weniger hohe Geschwindigkeiten als beim Taschenfalzen erzielen. Der Falzbruch ist durch das Falzen mit dem Schwert allerdings genauer.

Parallelfalz: Bei der einfachsten Form, dem Parallelfalz, verlaufen alle Falze parallel. Zu den Parallelfalzen gehören der Wickelfalz, der Altarfalz, der Leporellofalz und der Parallelmittenfalz. Parallelfalze finden häufig bei einfachen Werbedrucksachen Anwendung.

Wickelfalz: Der Wickelfalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei der zwei oder mehrere gleich breite Teile des Falzbogens ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil gefalzt werden. Dadurch, dass die Falzung jeweils in die gleiche Richtung geht, ergibt sich die namensgebende Wicklung. Bei zwei parallelen Falzungen ergeben sich aus einem Falzbogen 3 Blatt bzw. 6 Seiten. Man spricht hier von einem Zweibruch-Wickelfalz. Ein Dreibruch-Wickelfalz ergibt 4 Blatt bzw. 8 Seiten usw.

Altarfalz (Fensterfalz): Der Altarfalz, seltener auch Fensterfalz genannt, verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit zu dreiteiligen Flügelaltären in Kirchen. Bei dieser Form des Parallelfalzes werden die äußeren Teile des Falzbogens ohne Überlappung nach innen gefalzt. Der Altarfalz hat sechs Seiten, ein zusätzlicher Bruch in der Bogenmitte ergibt den achtseitigen Altarfalz.

Leporello-/Zickzack-Falz: Der Leporellofalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei der zwei oder mehrere Teile des Falzbogens in wechselnden Richtungen gefalzt werden. Dadurch ergibt sich eine zickzackartige Falzung, weshalb diese Form auch Zickzackfalz genannt wird. Bei zwei parallelen Falzungen ergeben sich aus einem Falzbogen 3 Blatt bzw. 6 Seiten. Man spricht hier von einem Zweibruch-Leporellofalz. Ein Dreibruch-Leporellofalz ergibt 4 Blatt bzw. 8 Seiten usw.

Parallelmittenfalz/V-Falz: Der Parallelmittenfalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei dem ein Bogen immer in der Mitte in der gleichen Richtung gefalzt wird (V-Falz). Dies kann im Quer- wie im Hochformat geschehen. Zwei solche Falzungen ergeben 8 Seiten, diese Form wird auch Doppelparallelfalz genannt.

Kreuzfalz: Beim Kreuzfalz wird der Bogen mehrfach im rechten Winkel gefalzt. Dieses Verfahren findet bei der Herstellung von Broschüren, Zeitschriften, Büchern Anwendung, für die der Falzbogen geheftet und beschnitten wird. Die Laufrichtung des Papiers sollte mit dem letzten Falz parallel laufen.

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